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Schulformen Technik

Berufliches Oberstufengymnasium der Fachrichtung Technik am BBZ Völklingen

Das Berufliche Oberstufengymnasium der Fachrichtung Technik führt seit 1990 Schülerinnen und Schüler in drei Jahren zur allgemeinen Hochschulreife (Abitur).

Die Bewerber kommen zu einem großen Teil aus den Erweiterten Realschulen des Saarlandes. Zunehmend interessieren sich aber auch Absolventen der Gesamtschulen und Schüler der SEK I der Gymnasien für das besondere Profil des OG.

Absolventen der ERS und der GES mit einem qualifizierten Abschluss können in die Einführungsphase des OG eintreten, Schülerinnen und Schülern der Gymnasien ist der Übergang nach der Klassenstufe 9 möglich.

Das Berufliche Oberstufengymnasium der Fachrichtung Technik unterscheidet sich von der gymnasialen Oberstufe der klassischen Gymnasien durch das Angebot eines beruflichen Profilfaches, eines darauf bezogenen Neigungsfaches aus dem Bereich der Angewandten Informatik und durch eine besondere Fremdsprachenregelung.

Es können Schülerinnen und Schüler mit nur einer Fremdsprache aufgenommen werden. Außerdem wird in der Hauptphase nur eine Fremdsprache bis zum Abitur weitergeführt.

Als angenehm empfinden die Bewerber die Einschulung in neu gebildete Klassengemeinschaften. Der Anteil der Bewerberinnen liegt bei ca. 40 %. Ihr Interesse gilt besonders der Biotechnologie.

 

Drei berufliche Profile werden angeboten:

 


 Wahl des beruflichen Profilfaches

Die Wahl der beruflichen Profile Biotechnologie bzw. Informations- und Kommunikationstechnologie erfolgt vor Eintritt in die Einführungsphase und bleibt auch für die Hauptphase bindend.

Dies gilt auch für die Wahl des Kunstfaches. Die Wahl des Profilfaches Biotechnologie bedingt außerdem die Belegung des Faches Chemie in der Hauptphase.

 

Für das berufliche Profil Elektrotechnik/ Metalltechnik fällt die Wahl des erweiterten Profilfaches Elektrotechnik oder Metalltechnik erst mit Eintritt in die Hauptphase. In der Einführungsphase werden beide Fächer mit je drei Wochenstunden unterrichtet.


Übergang ins Berufliche Oberstufengymnasium der Fachrichtung Technik

Für den Übergang in die Einführungsphase des Beruflichen Oberstufengymnasiums gilt eine dafür vorgesehene Verordnung in ihrer jeweils gültigen Fassung.

Ein Eintritt von der Fachoberschule Ingenieurwesen in das der Fachrichtung entsprechende Profil der Hauptphase des Beruflichen Oberstufengymnasiums setzt die Weiterführung der zweiten Fremdsprache aus der SEK I in mindestens einer Klassenstufe der Fachoberschule voraus. Nähere Informationen dazu erteilt die Schulleitung auf Anfrage.

Die 3 erforderlichen Formulare zur Bewerbung am Beruflichen Oberstufengymnasium der Fachrichtung Technik können im Hauptmenü unter 'Formulare' als pdf heruntergeladen werden.

Zu den Bewerbungsformularen


Stundentafel in der Einführungsphase

Unterrichtsfach im Klassenverband
Std/Woche
Deutsch 3
Englisch 4
Französisch 4
Mathematik 4
Berufliches Profilfach* 6
Bildende Kunst/Musik 2
Politik 2
Geschichte 2
Physik 2
Chemie 2
Religion 2
Sport 2
Summe 35

Berufliches Profilfach zur Auswahl:

  • Metall- und Elektrotechnik: 3+3 Std.
  • Biotechnologie: 6 Std.
  • Informatiksysteme: 6 Std.


Stundentafel in der Hauptphase

Deutsch E-Kurs 5 5
G-Kurs 4 4
Mathematik E-Kurs 5 5
G-Kurs 4 4
Berufliches Profilfach E-Kurs 5 5
Fremdsprache G-Kurs 4 4

 

Physik / Chemie 2 2
Geschichte / Politik 4 4
Neigungsfach (bezogen auf das Profilfach) 2 4
Musik / Bildende Kunst
2 -
Seminarfach 2 2
Religion / Ethik 2 2
Sport 2 2
Gesamtunterrichtsstunden in der Hauptphase 34 34

Erläuterungen zur Hauptphase

Fremdsprachenregelung:

Fremdsprachen in der Einführungsphase sind Englisch und Französisch. In der Hauptphase wird nur eine Fremdsprache weitergeführt. Die in der Einführungsphase neu einsetzende Fremdsprache muss weitergeführt werden.
Bei 2 Fremdsprachen aus SEK I besteht die Wahl.

Belegung der Fächer:

Verpflichtend ist die Belegung

  • der Kernfächer Deutsch, Mathematik; davon eines als E-Kurs
  • des beruflichen Profilfaches als E-Kurs
  • der Fremdsprache als G-Kurs
  • eines der Fächer Chemie und Physik
  • eines der Fächer Geschichte und Politik
  • eines  Neigungsfaches (siehe Tabelle unten)
  • eines der Fächer Musik oder Bildende Kunst (zwei Halbjahre)
  • eines Seminarfaches (entsprechend dem Angebot der Schule)
  • von Religion/Ethik
  • von Sport


Insgesamt sind 34 Wochenstunden zu belegen.

Berufliches Profilfach Neigungsfach
Elektrotechnik / Metalltechnik Technische Informatik
Biotechnologie Bioinformatik
Informatiksysteme Informationstechnik

Die Abiturprüfung

Die Abiturprüfung umfasst fünf Prüfungsfächer, vier schriftliche und ein mündliches.

Aus jedem Aufgabenfeld

  • dem sprachlich-literarisch-künstlerischen,
  • dem gesellschaftswissenschaftlichen,
  • dem mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen

ist mindestens ein Fach zu prüfen - schriftlich oder mündlich.
Zwei E-Kurse werden auf jeden Fall schriftlich geprüft.

Hinzu kommen (unter Berücksichtigung der Aufgabenfelder) frei wählbare
Prüfungsfächer mit schriftlicher oder mündlicher Prüfung.

Zweistündige Fächer können nur mündlich geprüft werden.
Das zweistündige Fach Sport und das Seminarfach sind keine Prüfungsfächer.


Sie haben weitere Fragen? Ich informiere Sie gerne!
Alfred Spangenmacher

 

Schwerpunktfächer Elektro- oder Metalltechnik

Allgemeinbildung trifft Technik  -  Schwerpunktfächer sind Metall- oder Elektrotechnik, Mathematik und Naturwissenschaften.

Diese technische Fachrichtung bereitet auf ingenieurwissenschaftliche Studiengänge vor und schafft gleichzeitig ideale Startbedingungen für anspruchsvolle technische Ausbildungsberufe.

Schwerpunkt 1: Elektrotechnik

In einer maßgeblich durch Wissenschaft und Technik geprägten Umwelt soll das Unterrichtsfach Elektrotechnik in der gymnasialen Oberstufe einen Beitrag zur Grundbildung und zur Studienqualifikation leisten oder auch den Weg in eine berufliche Ausbildung eröffnen.

Der Unterricht soll Schülerinnen und Schüler befähigen, elektrotechnische Probleme und Vorgänge zu begreifen sowie sachkompetent und verantwortungsbewusst Entscheidungen treffen zu können.

Im Mittelpunkt des Unterrichts stehen die physikalischen Grundlagen, Methoden und Verfahren der Elektrotechnik. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Einblick in eine Ingenieurwissenschaft und werden in die Denkweisen des Ingenieurs eingeführt.

Bei der Umsetzung dieser Rahmenbedingungen stehen folgende Ziele im Vordergrund:

  • Erwerb eines Grundlagenwissens anhand exemplarischer Themen aus den Gebieten der Gleich- und Wechselstromtechnik, Elektronik , Messtechnik und Digitaltechnik
  • Vertrautheit mit den Arbeitsmethoden der Technik, z. B. Umgang mit Tabellenbüchern, Formelsammlungen und Datenblättern, experimentelles Überprüfen von Ergebnissen
  • Übung im selbständigen Umgang mit elektrischen Geräten und geeigneter Simulationssoftware
  • Sorgfalt bei Aufbau, Durchführung und Auswertung von Versuchen in den Laborübungen
  • Vermittlung einer berufsorientierten Handlungskompetenz
  • Einsicht in die Gefahren des elektrischen Stromes und den daraus resultierenden Sicherheitsmaßnahmen
  • Einblick in Umweltmaßnahmen in Zusammenhang mit elektrischer Energie
  • Kenntnis der Vor- und Nachteile der elektrischen Energie.

Zu den Bewerbungsformularen

 

Lehrplanüberblick

Einführungsphase

  • Elektrischer Stromkreis
  • Bauelement Widerstand
  • Arbeit, Leistung, Wirkungsgrad
  • Schaltung von Widerständen
  • Installationstechnik


Hauptphase

  • Elektrische Netzwerke
  • Magnetische und elektrische Felder
  • Wechselstromtechnik
  • Elektrische Messtechnik
  • Halbleiterelektronik
  • Verstärkertechnik
  • Digitale Schaltungstechnik
  • Themen für Projekte

Schwerpunkt 2: Metalltechnik/Maschinenbau:

Lehrplanüberblick

  • Fertigungs- und Prüftechnik
  • Werkstofftechnik und Maschinenelemente
  • CAD
  • Statik und Festigkeitslehre
  • Steuerungstechnik

Arbeiten im Projekt bezogenen Unterricht:

Aufbau elektrotechnischer Grundschaltungen

 

Messübung mit dem Oszilloskop

 

Platinenplan

 

Bestückung der Leiterplatte

 

Aufbau der Lichtorgelsteuerung

 


Schaltbild der Lichtorgelsteuerung

Informations-und Kommunikationstechnologie am BBZ Völklingen

Am Beruflichen Oberstufengymnasium erhalten die Schülerinnen und Schüler neben einer allgemeinen Grundbildung entsprechend ihrer Neigungen und Leistungsfähigkeit eine berufsorientierte Ausbildung.
Die Gesellschaft befindet sich im Wandel zur Informationsgesellschaft. Das bedeutet, dass ein erheblicher Teil der Erwerbstätigen Aufgaben leisten wird, die schwerpunktmäßig auf Informationen aufgebaut oder die mit Informationen verknüpft sind. Dabei steht die Interaktion von Mensch und Computer erst am Anfang einer grundsätzlich neuartigen und dynamischen Entwicklung.
Die Informations- und Kommunikationstechnologien durchdringen alle Bereiche unseres privaten und beruflichen Lebens. Dem trägt die neue Fachrichtung vor allem durch eine Betonung berufsspezifischer Inhalte, die nachfolgende aufgeführt werden, in hohem Maße Rechnung:

Konfiguration von Informatiksystemen

  • Architektur und Betrieb von Informatiksystemen

Entwicklung und Anpassung berufsbezogener Anwendersoftware

  • Der komplette Softwareentwicklungsprozess steht im Vordergrund
  • Softwareentwicklung an Datenbankschnittstellen

Projektierung und Einführung von IuK-Systemen

  • Betriebswirtschaftliches Informationssystem
  • Beschaffung von IuK-Systemen
  • Management von IuK-Systemen

IuK-Systeme in Netzwerken

  • Einrichtung und Management von lokalen Netzn und Weitverkehrsnetzen
  • Anbindung lokaler Netze ans Internet

Projektphase (Kurshalbjahr 13.2),
die den kompletten Entwicklungsprozes der Softwareentwicklung und die Konfiguration und Implementierung einer Netzwerklandschaft unter besonderer Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten beinhaltet.

Im Fach Kommunikationstechnik der neuen Schulform besteht zudem die Möglichkeit, an Vorbereitungskursen für anerkannte Industriezertifikate (z.B.: CCNA Cisco Certified Network Associate) teilzunehmen.

Zu den Bewerbungsformularen



Lehrplanüberblick Informatiksysteme:

Eingangsklasse 11

  • Einführung von IuK-Systemen
  • IuK-Systeme in Netzwerken
  • Berufsbezogene Anwendersoftware
  • Objektorientierte Programmentwicklung


Jahrgangsstufe 12/13

  • Software-Entwicklung
  • Datenbanktechnologie
  • Projektierung von IuK-Systemen
  • Entwicklung berufsbezogener Anwendersoftware
  • Projekt


Lehrplanüberblick Kommunikationstechnik:

Jahrgangsstufe 12

  • Übertragungstechnik
  • LAN-Technologien
  • Anwendungen und Dienste
  • Netzwerkdesign


Jahrgangsstufe 13

  • WAN-Technologien
  • Netzwerksicherheit
  • Netzwerkmanagement
  • Projekt

Programmierung in einem der modernen PC-Säle

Biotechnologie am BBZ Völklingen

Die Biotechnologie zählt zu den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts und wird unser zukünftiges Leben in nahezu allen Bereichen beeinflussen. Gerade  in den letzten Jahrzehnten hat die Weiterentwicklung der Biotechnologie nicht nur die Grundlagenforschung in den Lebenswissenschaften revolutioniert, sondern hat auch zu neuen Anwendungen in den Bereichen Medizin, Landwirtschaft, Lebensmittelherstellung und Umwelttechnik geführt.
Das Berufliche Obestufengymnasium in Völklingen bereitet mit seinem neuen biotechnologischen Zweig auf die gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und technischen Anforderungen der neuen Arbeitswelt vor. In direkter Verbindung von Theorie und erlebter Praxis sollen folgende Inhalte in den Klassen 11 bis 13 vermittelt werden:

Eingangsklasse 11

  • Bedeutung von Mikroorganismen
  • Die Zelle als biotechnologisches System
  • Praktikum: Kultivierung von Mikroorganismen, Isolierung von DNA/RNA,
  • Gelelektrophorese, Blottingverfahren, PCR, Klonierung eines DNA-Fragmentes


Jahrgangsstufe 12

  • Weitergabe und Realisierung der genetischen Information
  • Grundlagen der Gentechnik
  • Nutzung der Gentechnik in der Medizin
  • Reproduktionsbiologie
  • Optimierung von Nutzpflanzen und Tieren durch gentechnische Methoden
  • Praktikum:  Kompetente Zellen, Transformation, Identifizierung rekombinanter Klone, Plasmidisolation


Jahrgangsstufe 13

  • Aufbau und Funktion eines Fermenters
  • Umweltbiotechnologie
  • Verfahrensablauf bei biotechnischen Prozessen
  • Praktikum: Proteinisolierung, Protein-Blotting, Zellkulturtechniken

Zu den Bewerbungsformularen


Laborarbeiten in der Biotechnologie


Experimentalübungen im Chemielabor

Experimentalübungen im Chemielabor



Bioinformatik

Im Fach Bioinformatik der Klassenstufe 12 spielen Simulationen in Wissenschaft und Technik eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, das mögliche Verhalten komplexer Systeme vorherzusagen, ohne reale Experimente durchführen zu müssen. Ziel dieser Lehrplaneinheit ist es, die Bedeutung von Modellen und Simulationen in den Biowissenschaften mit Hilfe geeigneter Softwarewerkzeuge zu vermitteln. Durch die Untersuchung und Modifizierung vorgegebener Modelle erfahren die Schülerinnen und Schüler zunächst anhand geeigneter Fallstudien die Möglichkeiten und Grenzen von Computersimulationen.

Eine der Hauptaufgaben der Bioinformatik ist es mit molekularen und biochemischen Techniken gewonnene Daten zu organisieren und zu analysieren. Die Speicherung solcher Daten erfolgt in Sequenz-, Profil- und Strukturdatenbanken. Die Schülerinnen und Schüler lernen durch Kenntnisse über Daten- und Datenbankstruktur sowie das Entwickeln von zielgerichteten Abfragestrategien die effektive Nutzung solcher Datenbanken. Die Beschaffung von Informationen und ihre Analyse ermöglicht den Schülerinnen und Schülern handlungsorientiert die Beantwortung grundlegender fachspezifischer Fragestellungen.

In der Klassenstufe 13 kommen bei der Abfrage von Sequenzdatenbanken Algorithmen der Mustererkennung zum Einsatz. Deren Verständnis setzt die Kenntnis von Grundelementen der strukturierten Programmierung voraus. Die wichtigsten Prinzipien der strukturierten Programmierung erarbeiten die Schülerinnen und Schüler projektartig über die Erstellung einfacher Hilfsprogramme für das Labor. Diese Grundkenntnisse werden danach über einfache Algorithmen in Programme zur exakten Mustererkennung am Beispiel genetischer Kontrollstrukturen umgesetzt.

Im Folgenden werden die wichtigsten Lerngebiete und mögliche Inhalte im Überblick dargestellt:

Klassenstufe 12

  • 1.1 Aufbau und Funktionsweise eines Rechnersystems
  • 1.2 Umgang mit DV-Anlagen
  • 1.3 Einrichtung einer Bioinformatik-Workstation
  • 1.4 Umgang mit Standardsoftware zur Dokumentierung von Arbeitsergebnissen
  • 1.5 Erstellen von Internetdokumenten
  • 1.6 Biologische Recherche im World Wide Web
  • 1.7 Simulationen in den Biowissenschaften mit Hilfe geeigneter Softwarewerkzeuge

Klassenstufe 13

  • 1.8 Erstellen biologischer Datenbanken
  • 1.9 Grundlagen der Programmiertechnik beispielhaft an Problemstellungen der Bioinformatik